Bayrischer Wald Pullman City 2016

Abfahrt in den bayrischen Wald

Die Flyer sind verladen - unsere Eura ist Startklar für eine Kurz-Reise in den bayrischen Wald. Bei schönem Wetter überqueren wir den Zoll in Au und fahren durch Bregenz auf die Autobahn bei Lindau (D) Richtung München. Bei der Ausfahrt Wörthsee verlassen wir die Autobahn, für einen Halt und eine Kaffeepause besuchen wir den Ort Steinebach am Wörthsee. Wir finden sofort in der kleinen Ortschaft einen geeigneten Parkplatz und flanieren am See entlang. Im Restaurant Augustiner direkt am wunderschönen See lassen wir es uns auf der Terrasse bei Cappuccino und einem frischen Gipfeli gut gehen. Das Wasser des Wörthsees ist besonders sauber, und es schwimmt sogar noch eine Dame im angrenzenden Freibad. Das Wasser sei wärmer als die Luft, gab uns die Frau zu verstehen.

Weiterfahrt Richtung München

Nun geht es weiter Richtung München, an Landshut vorbei über Degendorf nach Eging am See, das ist unser geplantes Ziel. Wir möchten die Westernstadt "Pullman City" besuchen, und wählen dazu einen Campingplatz in der Nähe. Zuerst besichtigen wir den Campingplatz Bavaria, welcher etwas ausserhalb liegt. Wir stellen fest, dass es direkt bei der Westernstadt einen Campingplatz gibt, und entschliessen uns da ein Plätzchen zu finden.

Campingplatz bei Pullman City

Im Campingplatz ist bis 17:00 Uhr niemand anwesend, aber der Parkplatz "Cowboy" kann uns einen Platz zuweisen. Ein sehr schöner, terrassiert angelegter Camp, wir finden einen riesen Platz mit mindestens 120 m2. Es gibt hier auch Wohnfässer zum mieten, eine sehr gepflegte Sanitäranlage - momentan herrscht nicht viel Betrieb. So richten wir unsere Bleibe ein, und satteln die Drahtesel zu einer ersten Erkundungstour an den See von Eging. Es ist ein kleiner Badesee mit einer super schönen Badebucht, bereits offiziell geschlossen aber trotzdem zugänglich.

Abend in Pullman City

Ab 17:00 Uhr ist der Eintritt in das Westerndorf "Pullman City" frei, so statten wir einen Besuch ab. Wir suchen eine Gelegenheit, etwas speisen zu können. Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wir entschliessen uns an diesem schönen Abend für das Restaurant "Black Bison Saloon". Draussen ist es doch schon etwas frisch, wir finden ein gediegenes Plätzchen im Saloon.

Museumsdorf

Zum Frühstück gibt es heute Brezen, bestellt beim Campingplatzwart. Danach geht es mit den Fahrrädern los, es soll hier einen Radweg geben, der von der Ilz bis zur Donau führt. Ein wunderschöner Radweg, auf dem alten Bahntrasse erstellt, führt uns Richtung Tittling. Vor dem Dorf Markt Tittling entdecken wir den Wegweiser in das Bayrische Museumsdorf am Dreiburgensee. Der Besuch hier hat sich wahrlich gelohnt, alte Bauwerke, Mühlen, Kapellen - wie anno dazumal liebevoll - hergerichtet und gepflegt. Das Museumsdorf Bayerischer Wald ist ein Freilichtmuseum bei Tittling am Südwestufer des Dreiburgensees im Bayerischen Wald. Es umfasst auf 25 ha über 150 Gebäude aus der Zeit von 1580 bis 1850 und eine volkskundliche Sammlung mit 60.000 Objekten. Es zählt somit zu den größten Freilichtmuseen in Europa. Das Museum wurde 1974 von Georg Höltl mit der Restaurierung der 500 Jahre alten Rothaumühle gegründet. Dieses Gebäude, das nach dem Einsturz des Dachstuhls 1972 von den Eheleuten Georg und Centa Höltl gekauft worden war, steht noch an seinem ursprünglichen Standort unterhalb des Dreiburgensees. Seither wurden zahlreiche Gebäude aus dem gesamten Bayerischen Wald in das Museum transferiert. Zu sehen sind Bauernhäuser, Tagelöhnerhäuser, Kapellen, die älteste Dorfschule Deutschlands, Werkstätten und Mühlen. Die umfassende volkskundliche Sammlung zeigt Sakralgegenstände, Bauernmöbel und Hausrat, Kleidung, landwirtschaftliche Geräte, Schmuck, Glasarbeiten und Fuhrwerke. Im Museumsdorf findet mehrmals jährlich ein großer Bauernmarkt statt, wo zahlreiche Verkaufsstände aufgebaut und Vorführungen alter Bräuche und Handarbeiten gezeigt werden.

Abend Hunger in Pullman City

Der Hunger treibt uns heute Abend wieder in das Westerdorf Pullman City, diesmal soll es mexikanische Kost sein. Da bietet sich die "Cantina Mexicana" gerade dazu an.

Pullman City am Tag

Heute ist ein Besuch des Westerdorfes "Pullman City" am Tag angesagt, der Eintritt pro Person ist 17 Euro. Pullman City, die „lebende Westernstadt“ in Eging am See, ist ein Erlebnispark idyllisch am Rande des Bayerischen Waldes gelegen. Seit 1997 können Kinder und Erwachsene hier den niederbayerischen „Wilden Westen“ erleben – beim Bogenschießen, Goldwaschen, Ponyreiten, bei live gespielter Country Musik, Line Dance und Lagerfeuerromantik.

Shows wie im Wilden Westen

Während der Saison von Frühjahr bis Spätherbst wird ein vielfältiges, gewaltfreies Showprogramm mit Cowboys, Indianern und freilaufenden Bisons, mit Trickreitern, Messerwerfern, Lassowerfern, Pferde-Trainern und Zauberern gezeigt. Der Höhepunkt ist jeden Tag die American History Show – lehrreich, spannend und lustig zugleich. Das Herzstück von Pullman City ist der Authentikbereich. Dort haben sich die „Hobbyisten“ aus Nah und Fern einfache Hütten aus Holz gebaut, um mit Leidenschaft die Geschichte Amerikas darzustellen und zu leben. Der Pullman City Ferienpark, das noble „Palace Hotel“ in der Mainstreet, die Blockhütten und Lodges mit Lagerfeuerstellen, die Übernachtungstipis und Authentikzelte sowie der angeschlossene Campingplatz bieten mehr als 1.000 Übernachtungsmöglichkeiten. Die vielen Restaurants, Bars und Cafés laden zum Essen, Trinken und Verweilen ein.

Radtour mit Flyer

Unsere Flyer sind voll aufgeladen, wir wollen mal ans Ende des Radweges an der Ilz pedalen. Zudem haben wir erfahren, dass in Tittling ein Sonntagsmarkt stattfindet. Der Donau-Ilz-Radweg hat eine Länge von 55 km. Er führt von der Donau in Niederalteich auf einem ehemaligen Bahntrasse durch den Sonnenwald und das Dreiburgenland ins Ilztal bei Hutthurm / Kalteneck. Ab hier gehts auf ruhigen Nebenstraßen mit hügeligen Passagen zum Anschluss an den Adalbert-Stifter-Radweg in Bruckmühle, der die Verbindung zum Dreiländereck Bayern-Österreich-Tschechien herstellt. Wir pedalen die 22,2 Kilometer - mit Zwischenstopp in Tittling - bis an die Ilz, und noch ein Stück der Ilz entlang, aber da ist nicht's los. So drehen wir wieder um - den gleichen Radweg zurück bis nach Fürstenstein. Da wandern wir zum Schloss Fürstenstein, und lassen uns im einzig offenen Gasthof Post bei Ludwig Kern im Biergarten ein Radler servieren.

Passau

Heute verlassen wir den Pullman City Camping, und fahren Richtung Passau. Herbstlich, neblig erreichen wir die 3 Flüsse Stadt Passau und suchen nach einem geeigneten Parkplatz. Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt im Regierungsbezirk Niederbayern in Ostbayern. Sie liegt an der Grenze zu Österreich sowie am Zusammenfluss der Flüsse Donau, Inn und Ilz und wird deshalb auch „Dreiflüssestadt“ genannt. Mit ca. 50.000 Einwohnern ist Passau die zweitgrößte Stadt des Regierungsbezirks. Die Stadt wurde mehrmals von Überschwemmungen und großen Bränden heimgesucht. So legte 1662 ein Brand die gesamte Stadt in Schutt und Asche. Italienische Baumeister (Carlone und Lurago) bauten die Stadt danach wieder auf und gaben der Stadt ihr heutiges südländisch anmutendes barockes Aussehen. In den Monaten Mai und Juni 2013 kam es in der Stadt zu den schwersten Überschwemmungen seit fünfhundert Jahren, als am Pegel Passau/Donau die historische Marke von 12,89 m erreicht wurde. Die Trinkwasserversorgung musste vorübergehend eingestellt werden, an Schulen und der Universität setzte der Lehrbetrieb aus. Während und vor allem nach der Hochwasserkatastrophe ist die engagierte Hilfe der Passauer Universitätsstudenten zu erwähnen. Die von den Studenten gegründete und verwaltete Facebook-Initiative „Passau räumt auf“ wurde im Jahr 2013 mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet.

Stadtbesuch und Donaufahrt

Wir finden nach schlechter Beschilderung einen Parkplatz für Busse und Camper in der nähe des Bahnhofs bei einer Tiefgarage. So gelangen wir direkt ins autofreie Zentrum der wunderschönen Stadt, und flanieren durch die Shoppingmeile mit den zahlreichen Boutiquen und Kleidergeschäften. Auch die Altstadt rund um den Dom ist sehenswert, die vielen kleinen Spezialgeschäfte und gemütlichen Restaurants laden zu Verweilen ein. Am Paulusbogen geniessen wir auf der Terrasse mit Sicht auf die Donau ein gutbürgerliches Mittagsmahl. Danach entschliessen wir uns für eine "Stadtrundfahrt" auf der Donau. Während der "Dreiflüsse"-Stadtrundfahrt der Donauschiffahrt Wurm + Köck gibt es aus dem Bordlautsprecher Informationen zur Stadtgeschichte und zu den Sehenswürdigkeiten. Für 45 Minuten Fahrt zu 8.90 Euro ein wahrliches Schnäppchen.

3 Flüsse Camping

8 KM vom Zentrum entfernt, in Irring gibt es den Dreiflüssecamping der Familie Pitscheneder, welchen wir für das Nachtlager auswählen. Der Campingplatz ist ganz schwach besetzt, und wir können uns selber ein Plätzchen aussuchen. Für unser leibliches Wohl wird in den Dreiflüssestuben bestens gesorgt.

Heimfahrt

Nach einer ruhigen und kühlen Nacht, gut ausgeschlafen treten wir den Heimweg an. Auch der bayrische Wald ist jederzeit eine Reise wert.

Letzte Aktualisierung Freitag 14. Juni 2024

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